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Erzgebirgische Küche

Das Erzgebirge ist nicht nur bekannt für die verschiedenen Handwerks- und Bergbautraditionen, sondern auch für die einheimische Küche.

Wann auch immer neue Erzfunde auftraten gewann die erzgebirgische Küche an Gerichten. Das sogenannte "Berggeschrey", lockte bei jedem neuen Erzfund weitere Zuwanderer an, welche selbstverständlich auch eigene Rezepte mit in die Region brachten.

Zu Zeiten der großen Hungersnot in den Jahren 1771 bis 1772 hielten die Kirchen zunehmend Knollenpredigten ab. Hierbei wurde der Anbau von Kartoffeln gefördert, da diese auch im erzgebirgischen Klima gut wachsen können. Nicht zuletzt ist dies auch der Grund dafür, weshalb die Kartoffel schnell zu einer wichtigeren Zutaten für die einheimische Küche geworden ist. Hierbei entwickelten sich zudem eine große Anzahl an unterschiedlicher Zubereitungsvarianten und Gerichte.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für die Art der einheimischen Küche ist auch, dass viele Gerichte mit wenig finanziellen Mitteln hergestellt werden können. Die Bevölkerung des Erzgebirges, besonders auf dem Land, griff zudem auf alles zurück, was frei in der Natur verfügbar war. Kartoffelgerichte mit Pilzen sind typisch für diese Region.

Weitere typische Gerichte sind unter anderem Kartoffelpuffer, Klitscher und verschiedene Getzen, wie zum Beispiel Buttermilchgetzen oder Heidelbeergetzen.

Je nach Saison ändert sich selbstverständlich auch das Angebot. Besonders zur Weihnachtszeit wird hier das sogenannte (Neunerlei angeboten. Dabei handelt es sich um ein Menü aus neun verschiedenen Teilen, wobei es sich um Bratwurst, Sauerkraut,  sowie verschiedene Suppen und Linsen handeln kann.

Wer jetzt Lust auf eine Gaststätte in Seiffen hat, der sollte nicht lange warten. Vielerorts warten unzählige Restaurants und Pensionen, welche ihre Besucher willkommen heißen.